| Publikationen | |
Janos Frecot / Andreas
Kaernbach (Hrsg.) |
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Herausgegeben im Auftrag des Deutschen Bundestages von Janos Frecot und Andreas
Kaernbach in Zusammenarbeit mit der Bernhard-Heiliger-Stiftung und dem Museum
Narodowe in Stettin. Der Katalog ist im Buchhandel oder über die Edition, www.heckenhauer.de
zu beziehen. |
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Pressemitteilung zur Ausstellung und Neuerscheinung des Kataloges Soeben ist der erste deutsch-polnische Katalog, herausgegeben im Auftrag des Deutschen Bundestages, erschienen, und zwar anlässlich der in Stettin laufenden Ausstellung „Licht-Bild-Skulptur. Bernhard Heiliger im Blick der Fotografen“. Bernhard Heiliger (1915 Stettin – 1995 Berlin) gehört neben Hans Uhlmann und Karl Hartung zu den bedeutendsten westdeutschen Bildhauern der Nachkriegszeit. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Museen und im öffentlichen Raum der Bundesrepublik präsent. Häufig wird übersehen, welchen bedeutenden Anteil die Fotografen an der öffentlichen Wirkung von Bildhauerei haben – zumal Abbildungen in Kunstzeitschriften, Katalogen und Büchern weitaus häufiger rezipiert werden als die Originale selbst und auf diese Weise unsere Vorstellung und Bewertung des bildhauerischen Werkes maßgeblich prägen. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, schreibt im Vorwort des Kataloges, es sei Heiliger „seit den fünfziger Jahren immer wieder gelungen, das Selbstverständnis der jungen Demokratie der Bundesrepublik Deutschland bildmächtig zum Ausdruck zu bringen, vielleicht sogar in einem Prozess gegenseitiger Durchdringung mitzuformen.“ Der Publizist und Ausstellungsmacher Janos Frecot beschreibt in seinem Text als Thema der Ausstellung und des Kataloges das Spannungsverhältnis von Skulptur und Fotografie: „Die Spannung zwischen dem Körper und dem leeren Raum zu definieren, macht die Kunst des Bildhauers wie des Tänzers aus, ihre Räumlichkeit auf die Fläche des fotografischen Bildes zu bannen, die des Fotografen ... Bernhard Heiligers Werk stellt für seine Fotografen ein unendlich reiches Material zur Verfügung. Er hat Reliefs, Köpfe, Figuren geschaffen, hat organische wie expressive und abstrakte Formen entwickelt ...“ Andreas Kaernbach, der Kurator der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, wiederum stellt in seinem Katalog-Text den politischen Künstler Heiliger und dessen Rezeption im Medium der Fotografie heraus: „Bernhard Heiliger war ein politisch empfindender und gestaltender Künstler. Er hat seine Kunstwerke zwar in erster Linie als ästhetische Gebilde geschaffen. Viele dieser Werke aber gewannen bald den Rang politischer Symbole und haben sich identitätsstiftend für Staat und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland erwiesen. Diese Leistung verkörpert insbesondere die Skulptur „Kosmos 70“, geschaffen für den Eingang des Reichstagsgebäudes“ Daher werde derzeit erwogen „für die Skulptur ... einen neuen Raum in den Parlamentsbauten zu schaffen.“ Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel: Frühe Arbeiten; Ausstellungen / Aufstellungen; Werkstatt und Atelier; Köpfe, Flamme; Kosmos 70; Auge der Nemesis, Echo I und II sowie Fotostudien und vereint so einen umfassenden Blick hinter die Kulissen des Schaffensprozesses wie auch auf die ausgewählten Skulpturen. Vorgestellt werden folgende Fotografen: Oskar Dahlke, Werner Eckelt, Fritz Eschen, Reinhard Friedrich, Matthias Hamel, Susanne Harder, Ewald Gnilka, Max Jacoby, Edmund Kesting, Britta Lauer, Wolf Lücking, Stefan Moses, Liselotte Orgel-Köhne, Peter Oszvald, Gerda Schimpf, Natalja Struve, Gretl Vogler und Joachim Wieczorek. So vereint der Katalog namhafte Architektur-, Presse- und Sachfotografen mit Autorenfotografen oder Künstlerfotografen wie Edmund Kesting oder Stefan Moses. Dem Katalog sind zwei exemplarische Filme zu Bernhard Heiliger auf DVD
beigefügt, „Plastik 58“ und „KOSMOS“ von
Herbert Seggelke, die als Gesamtkunstwerk mit eigens von Boris Blacher
komponierter Musik gestaltet sind. Nach der ersten Station im Jahre 2005/2006 im Kunst-Raum des Marie-Elisabeth-Lüders-
Hauses in Berlin, den Ausstellungsräumen des Deutschen Bundestages,
ist die Ausstellung jetzt in Stettin zu sehen. Die Ausstellung wurde
dort feierlich durch die beiden Parlamentspräsidenten eröffnet,
dem Marschall des Sejm, Marek Jurek und durch Norbert Lammert, Präsident
des Deutschen Bundestages. Eingeleitet wurde die Ausstellungseröffnung
durch die Übergabe der Großskulptur „Großer Bogen“ als
Dauerleihgabe der Bernhard-Heiliger-Stiftung an das Nationalmuseum in
Stettin. Die Ausstellung läuft im Muzeum Narodowe noch bis zum 13.
Mai 2007 (täglich 10.00-16.00 Uhr). Montags und vom 8.-9. April
2007 sowie am 1. und 3. Mai 2007 ist sie geschlossen. Weitere Ausstellungsorte folgen und weitere Informationen finden Sie unter: www.muzeum.szczecin.pl
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