Glasschalen, 1953, Vintage Print, 24 x 18 cm
Glasschalen, 1953, Vintage Print, 24 x 18 cm

03.05.03 - 17.05.03
Franz Lazi | Fotografie

Fotografie und Film waren für Franz Lazi Spiegel und Projektion medialer Welten. Sein Werk, das in den Ruinen des Zweiten Weltkriegs seinen Anfang nahm, hat einen fiktiven Charakter, ganz gleich, ob Lazi Industrieprodukte und Architekturbauten abbildete oder Werbeaufnahmen gestaltete. Es ist der Verbildlichung der modernen Welt verpflichtet und lässt sich in drei Phasen beschreiben: Die erste Phase reichte bis in die Anfänge der fünfziger Jahre und war durch Schwarzweißfotografie gekennzeichnet. Den eigentlichen Schwerpunkt bildete zu jener Zeit die Sach- und Architekturfotografie. In der zweiten Phase verlagerte sich Lazis Interesse auf die Farbfotografie. Mit aufwendiger Technik arbeitete er im eigenen Studio und Labor. Durch den wirtschaftlichen Aufstieg in Deutschland gewann die Werbung mehr und mehr an Bedeutung, und Franz Lazi zählte zu den ersten Fotografen, die sich mit großem Engagement diesem attraktiven Genre zuwandten. Die dritte Phase betrifft den Film. Während der sechziger Jahre begann Lazi, Dokumentarfilme zu drehen und erweiterte damit seinen Wirkungskreis entscheidend. Reisen in viele Länder folgten, wobei das Fremde faszinierte und vor allem unerschlossene Gebiete wie die Antarktis oder Länder mit eindrucksvollen Naturereignissen lockten."

Manfred Schmalriede

aus: Franz Lazi, ein Interpret zeitgenössischer Formen (abgedruckt im Katalog "Franz Lazi. Fotografie. Architektur-, Design- und Werbefotografie der 50er Jahre", Edition J. J. Heckenhauer, Berlin/Tübingen 2003. Den Katalog mit dem vollständigen Text von Manfred Schmalriede und einem Text von Ian Jeffrey können Sie über unsere Galerie beziehen).

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